die drei Bäume und der Wind

Auf einem Hügel standen drei Bäume. Eine zarte, junge Eiche, eine ausgewachsene Birke und eine knorrige alte Linde. Wenn die Sonne vom Himmel schien, breiteten sie ihre Blätter aus und streichelten einander mit ihren Zweigen. Sie lachten dabei und erzählten sich lustige Geschichten. Bei Regenwetter tranken sie das viele Wasser, streckten dabei dankbar ihr Zweige zu den Wolken hinauf und meinten: „Ach, wie gut wir es doch haben!“

Eines Tages verdunkelte sich der Himmel. Dicke schwarze Gewitterwolken zogen auf. Der Wind wurde heftiger und zerrte an den Ästen. Die bogen sich gefährlich hin und her und verloren viele Blätter. Feurige Blitze zuckten vom Himmel. Heftige Donnerschläge erschreckten die junge Eiche sehr. Ängstlich schaute sie sich um.

Sie rief den anderen Bäumen zu: „Oje, oje der Wind bläst so stark! Ich werden noch alle Äste verlieren und dann umfallen!“

„Halte dich mit deinen starken Wurzeln ganz fest!“, rief die Birke zu ihr herüber. „Sie stecken tief in der Erde und geben dir Halt.“

„Bleibe ruhig, dir kann nichts geschehen!“, rief auch die alte Linde. „Du bist jung und biegsam. Mein Stamm ist morsch. Er kann sich nicht mehr biegen. Schau mal, meine obersten Äste habe ich schon im letzten Sturm verloren!“

„Stütze dich auf mich!“, sagte die Birke. „Vielleicht kann ich dich ein wenig halten?“

Neugierig schaute die junge Eiche zu ihnen hinüber und fragte: „Ja, habt ihr denn schon so viele Stürme erlebt?“

„Unzählige!“, riefen sie wie aus einem Munde. Da wurde die Eiche ganz still und dachte nach: „Wenn die beiden wirklich schon so viele Stürme erlebt haben und immer noch stehen, dann werde auch ich dieses Gewitter überstehen!“

Sie spürte tief in ihre Wurzeln hinein und hielt sich ganz fest. Sogleich wurde ihr wohler und die Angst verschwand.

Es vergingen viele Jahre und aus der zarten Eiche wurde ein stattlicher hoher Baum. Viele Stürme musste sie seitdem überstehen, nahm aber keinen Schaden dabei, denn jedesmal vertraute sie auf ihre festen, starken Wurzeln und ihre biegsamen Äste und Zweige.

Auch die uralte Linde stand immer noch da. Sie war zwar noch krummer und morscher geworden und hatte fast keine Äste mehr, aber sie stand. Sie stand, weil die Birke und Eiche sie bei jedem Sturm stützte.

Erkennst Du die junge Eiche in Dir ?

(alte Yogaweisheit)

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davon können wir doch sooo viel lernen!
unsere starken WURZELN und liebe~volle Gemeinschaft, sei sie auch ganz ‘klein’
halten auch uns Menschen! ♥
Bäume können uns ALLES lehren, wenn wir uns für sie öffnen und schauen & lauschen :)

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hast Du ähnliche Erfahrungen gemacht?
schreib mir von Deinen Erlebnissen mit Bäumen :)

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herzLICHTer Gruß
Tanja WaldSeele

(c) für’s Photo WaldSeele

http://WaldSeele.net
http://lebensfarben.wordpress.com

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