Kuschel-Elefant einfach nähen

😊 von der Idee zur Umsetzung in weniger als 24 Stunden (mit Schlafen – abends abgesteckt, mittags genäht)…

bei mir wird sowas unkonventionell gemacht, das kann ruhig bisschen „schief“ sein, dafür ist es absoulut individuell!  und genau DAS wollen wir ja, ne?!
den Elefant hab ich grob vor-skizziert (Form siehe unten im Bild)

am besten mit einer Zackenschere ausschneiden, die verhindert, dass das Gewebe aufribbelt.
ich hab hier verschiedene Baumwoll-Stoffe verwendet, frühere Bett-Tücher und Bettwäsche, reine Baumwolle.

das Bild kannst Du anklicken, dann geht es groß auf! so ist alles gut zu erkennen!

Du brauchst:

2×2 Kreise am Schönsten aus verschiedenen Stoffen ~ da sie nicht dehnbar sind, muss man meines Erachtens nicht auf die Web-Richtung achten, (aber wenn Du das willst, kannst Du Dich natürlich danach richten).

Mir geht’s hier darum, zu zeigen, dass man auch ganz kreativ ohne großen Schnickschnack und ohne besonders viele Hilfsmittel, die teuer zu kaufen wären, ein solch schönes Kuschel-Tierchen nähen kann.
Ich hab die Kreise einfach mit einem Glas-Schälchen als Schablone angezeichnet mit Bleistift.

den Elefant hab ich ebenso einfach grob skizziert.
Unten rechts liegt ja der grün-weiße Stoff drüber, aber wenn Du das Bild groß öffnest, siehst Du eine Strichlinie, die zeigt, wie breit das hintere Bein etwa ist.

Du legst die schönen Seiten (die bedruckten, die Schönen, also die, die später außen sein sollen) aufeinander, so dass diese nach innen zeigen und steckst ab. Dabei darauf achten, dass Du überall beide Stoff-Seiten mit erfasst.
Das ist wichtig, wenn Du nachher nähst, damit es keine Löcher gibt!

Beim Elefanten bleibt der hintere Teil offen, denn es muss ja dann auch noch die Füll-Watte rein (wie dargestellt zwischen den beiden Pfeilen). Da man beim Füllen bisschen Spiel-Raum braucht, muss das eine bestimmte Breite haben, wie dargestellt. Die Unterlage ist DinA4 zur Orientierung. Kann aber jederzeit auch größer gemacht werden.

 

Um alles rundum nähen zu können, fängst Du am Besten hinten am orange markierten Schwanz an und nähst außenrum mit der Maschine. Beim Beginnen und am Ende bietet es sich an, einen Zentimeter rückwärts zu nähen, damit die Naht auch hält! Beim Zusammennähen ziehst Du die je nächste Nadel vorher heraus!

Ich hab den Unterfaden in Weiß genommen, weil ich das gerade zur Hand hatte, geht aber auch jede andere Farbe –  es kann aber auch sein, dass man den Faden später sieht, wenn die Stichweite zu weit eingestellt ist. Also darauf achten, dass die Stichweite „eng“ eingestellt ist!

Du kannst das natürlich auch mit der Hand nähen, wenn Du das noch kannst! ist aber im Grunde einfach.

Mit der Näh-Maschine geht es aber noch etwas besser, eben wegen der sehr schmal einstellbaren Stichweite.
Je gröber es genäht wird, desto eher sieht man den Faden, mit dem genäht wird und es kann sein, dass dann die Füll-Wolle raus kommt, insbesondere sollte es mal gewaschen werden.

Das wäre dann schade, sich damit so viel Arbeit zu machen, wenn es dann auseinander fällt, darum lieber etwas engere Stiche, dauert zwar länger, wenn man mit der Hand näht
~ aber es ist natürlich auch ein „kleines größeres Projekt“

 

die runden Kreise werden die Ohren und die steckst Du wie im Bild zu sehen ab, die Nadelköpfe können auch in die andere Richtung zeigen, Hauptsache ist, dass es zusammen geheftet ist!

Achte beim Zusammen-Nähen drauf, dass Du ein kleines Stück offen lässt, das brauchst Du zum Wenden des Stoffes. Auch hier wieder am Anfang und Ende der Naht bisschen rückwärts nähen, das fixiert die Naht.

Wichtig ist auch, genügend Unterfaden auf der Spule zu haben.
Achte beim Nähen drauf recht nah am Rand zu nähen – dabei muss man aber auch aufpassen, dass beide Seiten des Stoffes mit in der Naht drin sind, weil sonst später nach dem Wenden dort evtl ein kleines „Loch“ sich zeigt. Sollte das so sein, wendest Du „dann“ einfach nochmal das Werkstück und nähst an der Stelle nochmal drüber. Um sich das zu sparen, kann man während des Tuns drauf achten :)

Zum Nähen mit der Näh-Maschine bietet es sich an, immer vorsichtig ein Stückchen zu nähen und dann, wenn die Nadel senkrecht im Stoff steckt, kannst Du das Werkstück vorsichtig drehen, dafür das Näh-Füßchen hoch heben, das Stück leicht in der Position verändern, dann wieder das Näh-Füßchen auf den Stoff setzen, weiter nähen.

Ganz wichtig ist aber, das Näh-Füßchen nur dann an zu heben, wenn die Nadel im Werkstück steckt!! das ist die einzige Position, wo man „um die Ecke, um die Kurve“ nähen kann ;)
Wenn man das vergisst, dann wird die Naht schief, wenn man weiter näht, weil ja das Werkstück sich bewegt, wenn es nicht durch das Füßchen angepresst wird an die Maschine. Darum nimmt man als Hilfe die Nadel, die hält das Näh-Werk an der Stelle, bis es wieder weiter geht.

An manchen Stellen kann es auch sein, dass Du nur noch ein oder zwei Stiche brauchst, um dann wieder um die Kurve weiter zu nähen, das macht man am Besten mit der Handkurbel an der Näh-Maschine, das ist leichter als mit dem Fußschalter.

Wenn Du die Kreise = Ohren dann genäht hast, wenden und glatt streichen. Dafür kann man auch mit den Fingern nochmal von innen an der Naht entlang streifen, auf dass die runde Form wieder ganz sichtbar wird.

Hier bietet sich dann an, mal drüber zu bügeln, hatte ich aber keine Lust zu! :)
ich hab es mit festem Druck angedrückt, das geht auch!

dann hab ich nochmal eine Naht gemacht, auch wieder nah am Rand, das wirkt dann später sauberer und wirkt schöner!

das Wenden des Stoffes des Elefanten-Körpers ist im Grunde einfach, sollte man aber vorsichtig machen. Dazu hilft einem ein Filzstift, mit dem man den Rüssel und die Beine ausformt. Dazu kann man auch an der Naht entlang streifen, damit sich die Form des Fußes voll entfaltet.

Nun geht es ans Füllen mit Bastelwatte. Da beginnst Du mit dem Rüssel und nimmst auch wieder den Filzstift zur Hand, am besten geht einer, der abgerundete „Ecken“ hat. Beginne mit wenig Füllwatte und arbeite Dich so „stückelnd“ voran. Ich hab zuerst den Rüssel gefüllt, dann das Vorderbein, dann das Hinterbein, anschließend den oberen Teil des Elefanten.

Zwischendurch kannst Du bisschen kneten und schieben von außen, dann verteilt sich die Watte schön.

Es darf schon „voll“ sein, aber nicht zuu voll. Du kannst den Stoff hinten so übereinander legen, dass die Zickzack-Naht der einen Stoff-Seite von der anderen überlappt wird. Die, die überlappt, habe ich noch doppelt gelegt und mit der Hand zugenäht. Dafür nimmst Du Garn, das die gleiche Farbe hat wie der Stoff. Nähe am besten mit kleinen kurzen Stichen. Ich hab erst eine Naht gemacht und dann nochmal auf der gleichen Naht in die andere Richtung genäht.

Ich hatte schon angefangen, als mir einfiel, dass es auch gut wäre, am Bein begonnen zu haben und nach oben zu nähen, wollte mir aber ersparen, alles wieder loslassen zu müssen, um von vorne zu beginnen :D

Ich mag diese Unvollkommenheit!
Aus meinem Verstehen ist hier „zuviel Perfektionismus“ fehl am Platze.
Wenn Du Dir diese Mühe machen willst, mach nur.

Ich mag das „Un-Perfekte“ :) ich mag, wenn man sieht, dass es „unperfekt“ ist, das ist kreativ
und un-vollkommen.
Ich liebe das Individuelle und darum liebe ich das Un-Perfekte 😊

Es geht um das Individuelle
und DEIN Elefant oder anderes Kuscheltierchen
kann ja DEINs sein, IST ja DEINs, so ist es gemeint!

Die Ohren für DEIN Tierchen können größer oder kleiner sein,
dicker oder dünner, die Augen können anders sein ‚
mit anderen Materialien dargestellt werden,
alles mit anderen Verzierungen etc.

es ist DEINS ~ DU bestimmst, wie es ist.

Du bestimmst auch, wohin genau DU die Ohren nähen willst,
wo DU findest, welches der „richtige“ Platz dafür ist!

Wenn alles vorgegeben ist, ist das manchmal sicher sinnvoll, insbesondere wenn man eine Bluse oder sowas nähen will. Da ist es SEHR sinnvoll, sich an die Maße und Proportionen und Abstände zu halten, die vorgegeben sind.

Aber bei einem solch kleinen „großem“ kreativen Näh-Projekt
steht doch auch die Freude im Vordergrund 😃

und die Individualität Deiner SEELE,
die DU mit DEINER persönlichen Kreation
diesem Stofftierchen verleihst! 🤗

das Schwänzchen ist im Grunde ein Rechteck (ca. 4 cm breit und 6-7 cm lang, das kann man ja auch je nach Größe des Stückes anpassen!), bei mir aus dem gleichen Stoff wie die orange-farbenen Ohren. Dieses Rechteck lege von links und rechts so übereinander, dass die oben aufliegende „Seite“ mit der Zackenschere-Kante eher nach innen Richtung Mittellinie liegt. Dies darum, damit die gezackte Linie beim Nähen nicht raus schaut!

dann oben die Kante umnähen und nochmal zusammenfalten, 1x, und dabei die andere Kante einknicken und mit fest nähen. Der dickere Wulst der einen Kante bleibt frei, so dass es ein bisschen auseinander steht.
Den Schwanz mit gelbem Garn mit der Hand annähen, am besten so, dass der obere Anfang der Naht, wo die Füll-Watte rein gegeben wurde, verdeckt wird.

Die Position der Ohren wählst DU aus. ich hab mich für „fast die Mitte“ des Elefanten entschieden, weil es einfach lieb ausschaut. Den Rüssel nähst Du dann am Ende auch noch am Vorderbein fest, so dass er leicht gebogen ist. Das kann man auch zuerst machen. Vielleicht fällt es Dir dann leichter, die Position der Ohren zu finden. Die Naht der Ohren kann man hier gut sehen:

.

Die Augen sind bei meinem Elefant aus kleinen Schellen gemacht, das macht auch ein schönes Geräusch!
Die Position findest Du beim Drauflegen und steckst es dann am besten mit einer Stecknadel fest. Das andere Auge ebenso, am besten auf der gleichen Höhe. Einfach mit wenigen Stichen annähen. Die Knötchen im Stoff ergeben den Wimpern-Effekt :)

Die roten Applikationen sind aus einer Filzbordüre, die ich mal vor Jahren gekauft hatte. Ich hatte sie damals mal am schwarzen Hut getragen. Da hab ich diese Blume raus geschnitten und mit violettem Garn am Mittel-Kreis fest genäht mit der Hand. Das war dann natürlich auf der Rückseite sichtbar, da hab ich das Ohr einfach mit ein paar wenig sichtbaren Stichen so fest genäht am Elefanten, dass das verdeckt war.

Wenn Du das „schön“ und „perfekter“ haben magst, musst Du das VOR dem Abstecken und Zusammennähen der Kreise aufnähen. Mir allerdings ist die Idee dazu erst gegen Ende gekommen, so dass es für mich richtig war, die Ohren einfach „halb“ fest zu nähen, um die Rückseite zu „verstecken“ :)

die andere rote Blume ist auch mit zwei Stichen angenäht. Mir ist der Geruch von Kleber lästig und darum hab ich mich gegen Kleber entschieden. Das ist auch sinnvoll, wenn Du sowas für ein Kleinkind nähst!
denn das kleine Kind kann ja daran kauen oder lecken, da ist Kleber das Falsche!

Man kann ganz unten an den Beinen auch noch solche „Zehen“ anbringen, ist mir aber zu spät eingefallen, da hatte ich keine Lust mehr und ich war im Grunde auch fertig.

Ich hab das verschenkt an ein 10 jähriges Kind, das wohl, wie so viele Kinder heutzutage, sonst eher solche Geschenke bekommt, die mit Themen oder Filmen etwas zu tun haben.

Ich aber mag das SEHR individuelle und einzigartige „im wahrsten Sinne“!

und das ist es :D

Ich freu mich sooo, wie LIEB der kleine Elefant ausschaut und werde die nächsten 5 Monate bestimmt noch einige Tierchen nähen, um sie zu verschenken – auch an Erwachsene :)

Das ist so toll, denn da kann ich die gesammelten Stoffe und Stoff-Reste der letzten Jahrzehnte drin verarbeiten und sie haben dort noch  LEBEN! ….. Habe die Idee, viele Stoff-Reste zusammen zu nähen und daraus ein Patchwork-Tierchen zu nähen.

Wertschätzend ~ das NEUE „Zauber-Wort“!

Müll vermeiden –
aus den vorhandenen Sachen noch was NEUES kreiieren!
das ist KLASSE!
Danke liebe InSPIRITion!

Schreib mir gerne in die Kommentare, was Dir dazu in den Sinn kommt!
Ebenso freu ich mich über Bilder, falls Du auch so etwas schon selbst genäht hast – Danke :)

˜

Herzliche Grüße – WaldSeele
Baum-Schamanin, LANGSAM leben, inneres Kind, Herz-Öffnung,
Sinnes-Schulung, Beratung, Natur-Meditation

© Idee, Umsetzung, Photo, Text, Layout: WaldSeele.net

alle Rechte vorbehalten!

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